COPD / Raucherbronchitis / Lungenemphysem

Die COPD (chronic obstructive pulmonary disease) wird auch als Raucherbronchitis oder chronische (obstruktive) Bronchitis bezeichnet. Die Erkrankung ist durch eine chronische Verengung der Bronchien mit Atemnot, Husten und Schleimproduktion gekennzeichnet.

Ursachen
  • Rauchen (häufigste Entstehungsursache) und Passivraucherbelastung
  • Chemikalien oder Feinstaub
  • vererblicher Mangel am Enzym Alpha-1 Antitrypsin
Diagnostik
  • Bodyplethysmographie
  • Lungenröntgen
  • Blutgas-Analyse
Stadien der COPD

Stadium I: (leicht) Lungenfunktion von FEV1 >= 80%
Stadium II (mittel) Lungenfunktion von FEV1 80% - 50%
Stadium III (schwer) Lungenfunktion von FEV1 50% - 30%
Stadium IV (sehr schwer) Lungenfunktion von FEV1 < 30%

Der Krankheitsverlauf ist ein chronisch progredient (fortschreitend). Durch eine entsprechende Therapie kann versucht werden, das Fortschreiten zu verlangsamen oder zu stoppen.

Therapieformen
BASISTHERAPIE (ab Stadium I)
  • Vermeidung von Risikofaktoren (Rauchstopp, Einatmen von Schadstoffen)
  • Schutzimpfungen (Lungenentzündung, Grippe)
  • Kurzwirksame bronchienerweiternde Medikamenten bei Bedarf -
    • Beta-2-Sympathomimetika (Fenoterol, Salbutamol, Terbutalin)
    • Anticholinergikum (Ipratropiumbromid)

Therapie ab Stadium II
ein oder mehrere langwirksame inhalative bronchienerweiternde Medikamente
  • Beta-2-Sympathomimetika (langwirksam, Formoterol, Salmeterol, Indacaterol)
  • Anticholinergikum (Tiotropium, Aclidinium, Glycopyrronium)
  • Zusätzliche Behandlung ab Stadium III und IV (mind. 2 Exazerbationen / pro Jahr = plötzliche deutliche Verschlechterungen):
  • Kortikosteroide zum Inhalieren und Schlucken

Inhalierbare Medikamente (Spray, Pumperl) wirken direkt an Lunge und Bronchien bei geringer Dosierung und weniger Nebenwirkungen