LUNGENKREBS

Österreichweit erkranken ca. 4.000 Menschen an Lungenkrebs (Bronchialkarzinom). Der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung ist das Rauchen (rund 85 – 90%), aber auch Nichtraucher können durch Passivrauchen erkranken.

Da die Symptome oft unspezifisch sind erfolgt die Diagnose oft spät im fortgeschrittenen Stadium. Entscheidend ist jedoch eine frühzeitige Diagnose. Deshalb sollte jeder länger andauernde Husten d abgeklärt werden.

SYMPTOME
  • Husten (neu einsetzender und über Wochen anhaltend)
  • Atemnot
  • Blutiger Auswurf
  • Brustschmerzen
  • Gewichtsverlust
DIAGNOSTIK
  • Anamnese
  • Klinische Untersuchung
  • Lungenröntgen
  • Computertomographie (CT) des Thorax
  • Lungenspiegelung (Gewebegewinnung)
  • Magnetresonanztomographie (MRT) des Schädels (Metastasen)

THERAPIE
Beim Lungenkrebs werden zwei wesentliche Formen mit unterschiedlicher Histologie und Therapie unterschieden:

NSCLC (Non Small Cell Lung Cancer): ca. 85%; in rund 20% genetische Veränderungen mit Möglichkeit der zielgerichteten Therapie (zumeist Tablettenform)
  • Adenokarzinom
  • Plattenepithelkarziom
  • Karzinoid, bronchoalveoläres Karzinom, gemischte Tumore ohne kleinzellige Anteile
SCLC (Small Cell Lung Cancer): ca. 15%, rasche Ausbreitung über Blut- und Lymphwege und frühzeitiger Metastasierung in andere Organe wie Gehirn, Leber, Nebenniere


Die Behandlung ist vom Tumorstadium und histologischen Befund abhängig. Wann immer möglich wird eine Operation mit kompletter Tumor- und Lymphknotenentfernung angestrebt. Daneben kommen Chemo- und Strahlentherapie, zielgerichtete Therapie und Immuntherapien zum Einsatz. Durch die personalisierte Therapie kann neben einer Verbesserung der Lebensqualität auch ein deutlich verlängertes Langzeitüberleben erzielt werden.
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Foto: Dr. Stelzmüller
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