TUBERKULOSE

Die Tuberkulose, auch als TBC, Schwindsucht oder Morbus Koch bezeichnet, ist eine bakterielle Infektionskrankheit und wird durch Erreger des Mykobakterium Tuberkulosis Komplexes hervorgerufen. Die Infektionsübertragung erfolgt durch bakterienhaltige Tröpfchen von Patienten mit offener Lungentuberkulose beim Sprechen, Lachen oder Niesen.
Nach WHO-Angaben starben 2014 weltweit rund 1,4 Millionen Menschen. Somit steht die TBC an Nummer Eins der tödlichen Infektionskrankheiten.
TBC ist nach wie vor eine Erkrankung der Armen. Rund 85% der Neuerkrankten leben in Afrika, Asien und in der westlichen Pazifikregion mit Unterernährung und einem schlechten Gesundheitssystem. Hierzulande erkranken vor allem Obdachlose, immungeschwächte Menschen wie HIV-Infizierte, Alkohol- und Drogenabhängige.
TBC typische Symptome sind Husten, ungewollte starke Gewichtsabnahme sowie vermehrtes nächtliches Schwitzen und Krankheitsgefühl.
Die Tuberkulose betrifft vor allem die Lunge (ca. 80%), es kann aber jedes andere Organ betroffen sein. Im Rahmen einer offenen Lungentuberkulose gelangen die Bakterienaus aus dem Lungengewebe in die Atemwege und können über Husten weiterverbreitet werden. Deshalb sollte ein länger als 3 – 6 Wochen bestehender Husten abgeklärt werden, insbesondere wenn dieser blutig ist.

DIAGNOSTIK
  • Anamnese
  • Lungenröntgen
  • Erregernachweis aus dem Sputum

THERAPIE

Antituberkulöse Therapie in Tablettenform (Einleitung durch das Krankenhaus)

Vor Einleitung einer immunsuppressiven Therapie sollte eine latente TBC ausgeschlossen werden. Dies erfolgt durch eine Blutabnahme und ein Lungenröntgen. Bei einer latenten TBC besteht keine aktive Erkrankung, vielmehr verharren die Bakterien im Lungengewebe können jedoch bei einer Schwächung des Immunsystems reaktiviert werden und eine aktive Erkrankung auslösen. Um dies zu verhindern, erfolgt eine Chemoprävention für 3 – 9 Monate vor Beginn der immunsuppressiven Therapie.
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Foto:Dr. Stelzmüller
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